GSoA Zeitung April 2006

Schweizer Waffen für den «War on Terror»

Verkauf von Kriegsmaterial im Jahr 2005 und Verkäufe in den Nahost seit 1970.

Stichworte: Waffenexport


(aw) Die kürzlich veröffentlichte Kriegsmaterial-Statistik des Staatssekretariats für Wirtschaft bringt eine Banalität wieder einmal zu Bewusstsein: Waffen werden gekauft, um damit Krieg zu führen. Die zehn grössten Abnehmerländer von Schweizer Rüstungsgütern sind allesamt in den «Krieg gegen den Terror» verwickelt, die meisten sogar an mehreren Schauplätzen.

Rang/LandExportvolumen 2005Kriegsgebiet
1Deutschland 58 Mio. FrankenAfghanistan, Usbekistan,...
2 Dänemark 31 Mio. FrankenIrak, Afghanistan, Georgien
3USA 28 Mio. FrankenIrak, Afghanistan,...
4Schweden 17 Mio. FrankenAfghanistan, Irak*
5Spanien 16 Mio. FrankenAfghanistan, Irak (bis 2004)
6Frankreich 15 Mio. FrankenAfghanistan, Kirgisistan, Irak*
7Grossbritannien 13 Mio. FrankenIrak, Afghanistan
8Niederlande 12 Mio. FrankenIrak, Afghanistan
9Italien 11 Mio. FrankenIrak, Afghanistan
10Malaysia 9 Mio. FrankenIn Malaysia selbst

* finanzielle Beteiligung

Grafik Waffenexporte in den Nahen Osten

Umfang der Exporte in den Nahen Osten seit 1970

Die Schweiz hat seit 1970 in 13 verschieden Länder des Nahen Ostens Waffen geliefert. Durch diese Kriegsmaterialexporte werden Konflikte in der Region geschürt. Gesamthaft wurden für 1.8 Milliarden Franken Rüstungsgüter in diese Krisenregion verschoben.


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© GSoA, 14.4.2006/ dbu